Grundlagen
Sommerzeit
Die saisonal vorgerückte Uhrzeit, bei der die Uhren im Frühjahr eine Stunde vorgestellt werden.
Die Sommerzeit (MESZ in Mitteleuropa) ist eine saisonale Anpassung der Uhrzeit, bei der die Uhren im Frühjahr um eine Stunde vorgestellt werden. In Deutschland beginnt die Sommerzeit am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Das Ziel ist eine bessere Nutzung des Tageslichts in den Abendstunden.
Die Einführung der Sommerzeit ist umstritten. Studien zeigen negative Auswirkungen auf den Schlaf und die Gesundheit in den Tagen nach der Zeitumstellung. Die Europäische Union hat 2019 beschlossen, die Sommerzeit abzuschaffen, jedoch konnte sich die EU nicht auf eine einheitliche Normalzeit einigen, weshalb die Umstellung bisher beibehalten wird.
Für Softwaresysteme und Kalenderanwendungen ist die Sommerzeit eine Fehlerquelle. Termine in der Umstellungsnacht können doppelt vorkommen oder entfallen. Korrekte Implementierungen verwenden Zeitzonen-Datenbanken wie die IANA-Zeitzonendatenbank, die alle historischen Umstellungen enthält.
Verwandte Begriffe
Normalzeit
Die Standarduhrzeit eines Landes außerhalb der Sommerzeitperiode, in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, UTC+1).
Zeitzone
Ein geografisches Gebiet, in dem eine einheitliche Uhrzeit gilt, definiert als Abweichung von der koordinierten Weltzeit UTC.
Datum
Ein Datum bezeichnet die exakte Angabe eines Tages durch Tag, Monat und Jahr innerhalb eines Kalendersystems.
Datumsformat
Die Konvention, nach der Datum und Uhrzeit als Text dargestellt werden, beispielsweise TT.MM.JJJJ oder JJJJ-MM-TT.